A Travellerspoint blog

China

Von Hot-pot bis Pekingente

Die kulinarische Seite unserer China-Reise

all seasons in one day
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Einmal Poulet süss-sauer, bitte! Oder scharf-süss? Oder doch sauer-scharf? Jegliche mitgebrachte Vorstellungen von chinesischem Essen sollte man in China so rasch wie möglich ablegen. Denn was bei uns als "chinesisch" auf den Tisch kommt, ist meist eine dem westlichen Gaumen angepasste Form der kantonesischen Küche. Viele der einst in den Westen ausgewanderten Chinesen stammten nämlich ursprünglich aus der Provinz Kanton (Guangdong) und brachten ihre typische, eher von süssen Aromen geprägte Küche mit. Diese stiess auf grossen Anklang und zementierte die westliche Ansicht von chinesischem Essen. Die chinesische Küche ist aber so vielfältig wie das Land gross ist. China umfasst viele verschiedene Ethnien und Kulturen und ebenso viele regionale Spezialitäten und Besonderheiten, die es allesamt zu probieren lohnt. Naja, fast alle ... :)

Da ich ja nun beruflich in der kulinarischen Ecke angesiedelt bin, habe ich die Pflicht, jegliche gastronomische Abenteuer für meine lieben Arbeitskollegen zu dokumentieren. Nachfolgend eine Zusammenstellung davon, was wir auf unserer Reise vorgesetzt bekamen (ausnahmsweise sind die Bildlegenden auf Englisch).


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Spicy rabbit, stir-fried mountain vegetables


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The quintessential Sichuan classic "Kung Pao chicken" - stir-fried chicken with chilis, peanuts, chilis, Sichuan peppercorns, chilis and chilis.


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Chinese-style Korean barbecue

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Left to right: duck stew with pumpkin, stir-fried lotus root with ginger, sweet pork ribs with sesame


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Creepy-crawly snacks


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Stir-fried mushrooms

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Eatery in Jiuzhaigou

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Bits of duck

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Spicy lamb with cumin; stir-fried mixed mushrooms

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Momos (Tibetan Yak meat dumplings) with butter tea

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Snowflake Beef (marbled beef, similar to Wagyu); Aubergine filled with pork mince

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Mixed pickled vegetables; ox tongue with lime and Chili

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Street food in Chengdu

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Fiery hot-pot in Chengdu

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Noodle soup

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Noodle chef in Hong Kong

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BBQ pork and roast goose

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Deep fried pigeon, sweet and sour pork

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Saving the best for last :)


Beijing-style roast duck in Hong Kong:

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Our roast duck is being presented at our table ...

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Then carved ...

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And finally served (with boiled veggies on the side)

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May the feast begin!

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How to eat roast duck: take a pancake, spread some Hoi Sin sauce, add strips of cucumber and spring onion, place a piece or two of duck meat on top (be greedy with the crispy skin!), fold pancake and enjoy pure culinary bliss!

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Eateries around Temple St., Hong Kong

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Enjoying pork with pineapple and dry-fried beans

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Maybe next time ...

Posted by b.visser 14:00 Archived in China Comments (0)

Songpan und Jiuzhaigou

Naturwunder in Sichuans Norden

sunny 28 °C
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Songpan und Huanglong-Park
Für unseren zweiten Aufenthalt in Chengdu haben wir uns ein neues Guesthouse ausgesucht, dessen Name "Mrs. Panda" zum Glück nicht so exzessiv ausgelebt wird wie im Teddybear Hotel. Trotzdem, Chengdus Maskottchen begegnet einem auf Schritt und Tritt. Nach einem stärkenden Abendessen, ein paar Drinks (dank einer unschlagbaren Happy-Hour) und einer erholsamen Nacht geht es am nächsten Tag in den Norden in die Stadt Songpan, die uns als Ausgangspunkt für einen Ausflug in den nahe gelegen Nationalpark Huanglong dienen wird.

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Die frühere Handelsstadt Songpan - Tee, Vieh und vor allem Pferde waren die wichtigsten Handelsgüter - ist heute eine Touristenattraktion für sich. Die Altstadt wurde massiv aufgemöbelt und nachgebaut und bietet heute eine Vielzahl Teehäuser, Souvenirläden, Cafés und Heilmittelläden. In denen werden Kräuter, Pilze und tierische Produkte aller Art angeboten. Ganz hoch im Kurs stehen luftgetrocknete Yakprodukte, die wohl nicht nur rein kulinarischen Zwecken dienen. Gewisse Stücke dürften wohl zur Stärkung der Manneskraft konsumiert werden ... Abends zieren hunderte bunte Lampions und Lichtskulpturen den historischen Stadtkern.

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Rechts unten: Die Bremer Stadtmusikanten auf Chinesisch - Elefant, Affe, Ziege und Taube.

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Unser eigentliches Ziel ist der Nationalpark und UNESCO-Welterbe Huanglong. Er liegt auf über 3000 m.ü.M. und ist vorallem berühmt wegen seiner unzähligen Sinterterrassen. Obwohl wir sehr, sehr früh aus den Federn kriechen, ist unser Gedanke bei Ankunft "die ersten werden die letzten sein". Hunderte chinesische Touristen, welche die Tourbusse en masse ausspucken, haben den Ticketschalter bereits gestürmt, so dass wir uns wieder in Geduld üben müssen. Alles in allem sind wir aber in vernünftiger Zeit im Park und machen uns auf einen rund vierstündigen Spaziergang.
Manchmal sind wir uns gar nicht sicher, was oder wer hier die Attraktion ist: die bezaubernden Kalkbecken, in denen das Wasser in verschiedenen Blau- und Türkistönen schimmert, oder die wenigen westlichen Touristen, die sich hierhin verirrt haben. Nicht, dass es uns stören würde, aber man kommt sich schon ein wenig komisch vor, wenn man trotz dieses Naturschauspiels so viele Blicke auf sich zieht.

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Morgenstimmung auf der Hinfahrt. Der Nebel lichtet sich langsam über der Berglandschaft.

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Juizhaigou-Nationalpark
Für die zweite grosse Sehenswürdigkeit in der Region, den Juizhai-Gou-Nationalpark, verlassen wir Songpan und lassen uns in der Nähe des Parks nieder. von hier wird auch unser Rückflug nach Chengdu wegführen. Dieser Nationalpark gilt als eine der prachtvollsten Naturlandschaften Chinas und ist als UNESCO-Welterbe eingestuft. Auf über 700 Quadratkilometern liegen etwa 100 märchenhafte Seen zu Füssen der umliegenden Berge. Unzählige Bäche und Wasserfälle verbinden die Seen untereinander, die sich wie eine Perlenkette durch die Schluchten aneinanderreihen. Rund 1 Million chinesische Touristen besuchen den Park jedes Jahr. Das Touristenaufkommen nimmt hier fast unbeschreibliche Ausmasse an - Zürifäscht meets Streetparade!

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Zuerst steht man beim Ticketschalter an ...

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... dann beim Eingang zum Park.

Aber nach rund drei Stunden (zwischenzeitlich fiel noch das Ticketing-System aus) und einer Fahrt mit dem Shuttlebus kann's losgehen. Über 100 km Wanderwege führen durch die Schluchten des Parks, davon bewältigen wir rund 30 km in eineinhalb Tagen. Das Gedränge auf den Wegen und Bretterstegen ist manchmal so dicht, dass es nur im Gänsemarsch vorwärts geht.

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Der Weg ist das Ziel.

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Foto-Shootings im Märchenwald scheinen beliebt zu sein.

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"Rhinoceros Lake"

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"Long lake"

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"Colorful pond"

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Einer der sehenswertesten Wasserfälle im Park und seine Bewunderer.

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Das haben wir uns verdient!

Posted by b.visser 07:44 Archived in China Tagged songpan huanglong jiuzhaigou_national_park chuanzhusi Comments (1)

Kangding und Tagong

Sichuans Wilder Westen

all seasons in one day 22 °C

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Nach gut zehn Tagen im tropischen Becken von Chengdu machen wir uns auf den Weg in Sichuans Westen. Hier beginnt der tibetische Kulturraum, der sich über mehrere chinesische Provinzen und angrenzende Staaten hinaus erstreckt. Anstatt Grüntee gibt es nun Buttertee, statt Schweinefleisch steht Yak auf dem Menü und die chinesische Begrüssung "Ni hao" weicht einem freundlichen "Tashi delek".

Von Ya'an, unserer letzten Station, führt eine siebenstündige Busreise (erwartet waren vier Stunden) nach Kangding (tibet. Dardo), einer auf den ersten Blick eher tristen Kleinstadt, die eingeklemmt zwischen hohen Berghängen in einem tiefen Tal auf 2560 m.ü.M. liegt. Wir entscheiden uns, die Weiterreise an unseren eigentlichen Zielort auf den nächsten Tag zu verschieben. Da die angestrebte Jugendherberge beim Busbahnhof schon ausgebucht ist, müssen wir auf das chinesische "Hotel" im unteren Stock ausweichen. Es erweist sich als eine günstige Absteige, in der man aber nicht länger als eine Nacht verweilen möchte. (In meiner Familie existiert ja seit unseren zahlreichen Englandferien der Begriff "Inder-Hotel". Diesen kann man künftig getrost mit "Chinesen-Hotel" gleichsetzen. Gemeint ist damit, dass Komfort und Hygiene in diesen Etablissements eher kleingeschrieben werden).

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Wir sind hier eben nicht im Ritz.

Am nächsten Tag erreichen wir nach kurzer Fahrt im Gemeinschaftstaxi Tagong (tibet. Lhagang), ein kleines tibetisches Dorf umgeben von Bergen, Grassteppen und zahlreichen Klöstern und Tempeln. Wir gehen es vorsichtshalber ruhig an, denn wir befinden uns mittlerweile auf satten 3700 m.ü.M. Es werden Erinnerungen an Bolivien wach. Jede noch so geringe körperliche Betätigung bringt einen ausser Atem, man verspürt latente Kopfschmerzen und die Beine werden bei jedem Schritt schwerer. Zum Glück hat es im Dorf ein gemütliches Guesthouse, das von einem jungen Tschechen geführt wird, der sich als Hobby-Braumeister übt. Sein selbstgebrautes Indian Pale Ale ist eine willkommene Alternative zu der wässrigen Plörre, welche die Chinesen irrtümlicherweise als "Bier" bezeichnen. Zusammen mit seiner tibetischen Frau führt er auch ein Café, in dem sich jeden Abend westliche Reisende treffen und sich über ihre Abenteuer austauschen.

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Unser Gepäck wird noch fachmännisch gesichert und dann kann's losgehen!

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Am Ziel angekommen: Blick auf den Dorfplatz und das benachbarte Kloster, das wir uns später noch ansehen werden.

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Unser freundlicher Gastgeber Max aus Prag.

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Zur Stärkung gibt es erst einmal "Momos", die tibetische Spezialität schlechthin: mit Yakfleisch gefüllte Teigtaschen, serviert mit einem scharf-aromatischen Chili-Dip.

Nach unserer Ankunft erkunden wir das Dorf und begegnen dabei auf einem angrenzenden Hügel ein paar Mönchen, die umgehend mit uns posieren möchten (der Mönch von heute hat natürlich ein Smartphone). Dieser freundliche Herr war besonders von uns angetan:

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In den kommenden Tagen folgen wir den Empfehlungen unseres Gastgebers und erkunden die Umgebung zu Fuss, schliesslich gilt das Gebiet als Wander- und Treckingparadies. Es gibt verschiedene Routen; eine davon führt in ein Kloster, das in zwei bis drei Stunden zu erreichen ist. Bei günstiger Witterung erscheint es klein und unscheinbar vor der imposanten Bergkulisse.

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Grasland, so weit das Auge reicht.

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Unser Tagesziel.

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Bei genauerem Hinsehen entdeckt man immer wieder schöne Details.

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Im Inneren des Haupttempels. Zu Gebetszeiten sitzen die Mönche auf den Teppichen und rezitieren ihre religiösen Texte.

Wir folgen der Strasse weiter am Kloster vorbei und gelangen in ein kleines Dorf, wo wir in einem Tempel Schutz vor dem einsetzenden Regen suchen. Eine Nonne freut sich über den unerwarteten Besuch und ist beeindruckt, als wir wild gestikulierend erklären, dass wir den ganzen Weg hierhin zu Fuss zurückgelegt haben.

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Eine andere Wanderung führt durch ein ebenes Tal zu einem tibetischen Dorf, wo wir beim örtlichen Tempel freundlich empfangen werden. Eigentlich wäre diser geschlossen, aber ein junger Mönch und sein Freund haben sichtlich Freude an den fremdländischen Besuchern und schliessen den Tempel kurzerhand für uns auf. Wir mögen solche Begegnungen, denn sie verlaufen meist wortarm, aber dafür umso herzlicher und geben uns das Gefühl, nicht immer nur die plumpen Langnasen zu sein, sondern auch als interessierte und willkommene Besucher wahrgenommen zu werden.

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In der tibetischen Hochebene leben noch viele Nomaden. Pferde sind für sie unerlässlich und werden heute natürlich auch im Tourismus z. B. für Trecks eingesetzt.

So klein unser Dorf auch sein mag, in seinem Zentrum steht ein imposantes Kloster, das wir uns auch noch ansehen.

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Hier würde man nur zu gern eins draufhauen!

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Im Aussenbereich befinden sich die typischen tibetischen Gebetsmühlen. Im Vorbeigehen versetzt man eine nach der anderen in Bewegung - wenn sie sich drehen, trägt der Wind die eingravierten Gebete in die Welt hinaus.

Viele Reisende ziehen nach ein paar Tagen weiter in den Westen Richtung tibetische Grenze. Wir wären auch gerne tiefer ins tibetische Sichuan vorgedrungen, aber die Reise dorthin gilt als beschwerlich und zeitaufwändig, was für unsere Sommerferien leider nicht drin liegt. So wollen wir uns eigentlich am 1. August für die geplante Weiterreise in den Norden vorbereiten, doch nach einem gemütlichen Abend in unserem Stammcafé mit Yaksteak und einem anständigen Glas australischem Wein schlägt das Schicksal unverhofft zu und Katja verbringt in dieser Nacht mehr Zeit in der Nasszelle als im Zimmer.

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Da war der Abend noch in Ordnung.

Die geplante Weiterreise in den Norden ist somit gestrichen und ein Besuch im örtlichen "Krankenhaus" steht an. Dabei handelt es sich eher um eine Art Bereitschaftsklinik mit Personal auf Abruf. Dank unserer liebenswerten Gastwirtin, die hochschwanger mitwatschelt und für uns dolmetscht, ist es möglich, kurz mit einem Arzt zu sprechen, der Katja die nötigen Medikamente mitgibt. Unsere Gastwirtin nutzt die Gelegenheit gleich noch für einen spontanen Ultraschall, wenn der Doktor schon mal da ist.

Ab in die Tiefe
Wir planen unsere Reise um und entscheiden uns, so rasch wie möglich in tiefere Höhen zu gelangen. Wir gehen davon aus, dass es nicht nur am Essen gelegen hat, sondern eher ein Zusammenspiel von Anstrengung, Höhe, einer latenten Erkältung und ein paar unverträglichen Keimen gewesen ist. So führt uns unsere Reise noch einmal zurück nach Kangding, das uns auf einmal gar nicht mehr so unwirtlich erscheint. Wir können wieder richtig durchatmen und Katja erholt sich rasch in dieser moderaten Höhenlage.

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Auf der Rückreise kommen wir am Kangding Airport vorbei, der mit 4280 m.ü.M. der dritthöchstgelegene Flughafen der Welt ist. Die ersten vier Plätze der Rangliste werden übrigens von chinesischen Flughäfen belegt - erst an fünfter Stelle taucht der Flughafen von La Paz in Bolivien auf. Die Maschine auf dem Foto gehört der chinesischen Gesellschaft "Lucky Air" - wenn das kein beruhigender Name ist ...

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Die Stadt wird durch einen reissenden Fluss zweigeteilt.

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An den umliegenden Felshängen prangen riesige religiöse Bilder. Bei genauerem Hinsehen erkennt man, wie die Maler auf wackligen Bambusgerüsten herumturnen.

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Mit einer Seilbahn geht es auf den Hausberg hinauf, der in ganz China bekannt ist, da er in einem traditionellem Liebeslied besungen wird. So sind wir nicht erstaunt, dass viele junge Pärchen sich die Zeit auf dem Berg vertreiben. Oben angekommen führt ein mit Gebetsfahnen verzierter Weg zu einem Tempel hinauf.

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Blick auf die Stadt.

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Nach einem Tag ist aber auch schon Schluss, was wir fast ein wenig bedauern, denn mittlerweile haben wir durchaus Gefallen an dieser Stadt gefunden. Unser Ziel ist aber immer noch der Norden der Provinz und so fahren wir am nächsten Tag zurück nach Chengdu, von wo aus wir bequem weiterreisen können.

Posted by b.visser 18:53 Archived in China Tagged tagong kangding dardo lhagang khampa_café Comments (0)

Emei Shan, Leshan und Ya'an

Raus aus der Stadt, rein ins Getümmel

semi-overcast 28 °C

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Nach ein paar Tagen Grossstadt geht es nun raus in die Natur. Ganz in der Nähe von Chengdu befindet sich das Emei-Shan-Gebirge, wo einer der vier heiligen buddhistischen Berge Chinas erklommen werden kann. Im gesamten Gebirge sind unzählige Tempel, Pagoden und Klöster verstreut, die man besuchen kann.

Unser Abenteuer beginnt mit der Erkenntnis, dass sich wiederum viele, viele chinesische Touristen dasselbe vorgenommen haben. Der Ausgangsort für die Wanderungen ist die Ortschaft Bàoguó, die in unserem schlauen Buch noch als "Dorf" beschrieben wird. Mittlerweile ist sie zu einem beachtlichen Touristen-Hub herangewachsen. Das empfohlene Guesthouse, das ausnahmsweise nicht ausschliesslich auf chinesische Gäste ausgerichtet ist, gibt es zum Glück noch. Der Name "Teddy Bear Hotel" ist Programm: Bären, so weit das Auge reicht. Bettwäsche, Geschirr, Tapete, Zimmerdeko - ja sogar auf dem stillen Örtchen erinnert noch ein Bärchen daran, das Papier im entsprechenden Eimerchen zu entsorgen (woran wir uns ja bereits bestens gewöhnt haben).

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Mein Vergnügen in Emei wird jedoch durch eine Fussverletzung getrübt, die ich mir während unserer Stadtwanderungen in Chengdu aufgrund schlechten Schuhwerks zugezogen habe. So muss sich Katja alleine auf die heiligen Pfade des Emei-Shan begeben, während ich mich in der Bärenhöhle mit Kühlgel wieder gesund pflege.

Der Berg ruft!

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Auf den unzähligen Wanderrouten geht man immer wieder lauschigen Bächen entlang.

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In Stein gehauene Szenen zieren den Wegesrand.

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Einer der Abschnitte ist berüchtigt für seine rabiaten Makaken-Banden. Die diebischen Affen klauen den vorbeiziehenden Wanderern alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Dass es die sensationslustigen Chinesen den Wegelagerern einfach machen, liegt auf der Hand.

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Solche Steintreppen ziehen sich durchs ganze Gebirge und führen zu den verschiedenen Tempeln und Klöstern.

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Der Wannian-Tempel ist eines der vielen Etappenziele im Emei-Gebirge.

Leshan
Ganz in der Nähe von Emei befindet sich eine weitere Topattraktion der Provinz Sichuan: der riesige Steinbuddha von Leshan.

Im 8. Jahrhundert beschloss ein gewisser Mönch namens Hai Tong, eine mächtige Buddha-Statue aus den Felsen zu hauen, der die Fluten am Zusammenfluss dreier Flüsse beschwichtigen und für die Schifffahrt sicherer machen sollte. Gesagt, getan: Hundert Jahre nach seinem Tod waren das Riesenwerk vollbracht und die Fluten besänftigt (was weniger an der Zauberkraft der Statue lag, sondern daran, dass der Aushub in den Fluss geschüttet und der Wasserlauf so verändert wurde).

Heute kann man den Dafo ("grosser Buddha") von allen Seiten bewundern. Zunächst gibt eine Aussichtsplattform den Blick auf den Kopf frei, anschliessend kann man nach ca. 2 Stunden Schlangestehen den Abstieg zu den Füssen der gigantischen Statue in Angriff nehmen. Über schmale, steile und rostige Treppen zwängt man sich im Schneckentempo aneinander vorbei, bis man schliesslich zu Buddhas riesigen Füssen gelangt und das monumentale Kunstwerk aus der Froschperspektive bestaunen kann.

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Nur nicht drängeln, bitte!

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Frosch- bzw. Fussperspektive.

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Seine Masse beeindrucken: Gesamthöhe 71 m, Schulterbreite 28 m, Ohren 7 m, Nasenlänge 6 m, Schuhgrösse 1200. Wir haben ja schon manche Buddha-Statuen, ob stehend, liegend oder sitzend, gesehen, aber der gutmütig lächelnde Dafo von Leshan übertrifft sie alle!

Da man dieses sanfte Ungetüm mit der Kamera kaum einfangen kann, werden kurze Bootsfahrten auf dem Fluss angeboten, die eine günstigere Perspektive ermöglichen. Irgendwie fühlen wir uns bei seinem Gesamtanblick an den Steinbeisser aus der Unendlichen Geschichte erinnert, als könnte der Dafo jeden Moment aufstehen und davonspazieren.

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Natürlich gilt "safety filst"!

Pandas zum Zweiten
In derselben Region wie Emei Shan und Leshan liegt die beschauliche und eher graue Provinzstadt Ya'an, wo man in einer weiteren Pandazuchtstation auf Tuchfühlung mit dem WWF-Maskottchen gehen kann. Der Besucherandrang ist hier um einiges geringer als in Chengdu, allerdings lassen sich auch weniger Pandas blicken. Wir haben gehofft, dass das kühlere und regnerische Klima die schwarz-weissen Faulpelze animieren würde, aber weit gefehlt. Ein paar spärliche Auftritte können wir aber dennoch einfangen.

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Der ständige Streit mit dem köstlichen Bambusstängel.

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Die Pandastation liegt am Ende einer dramatisch-schönen Schlucht, der man entlangwandern könnte. Dazu führt ein Lift 90 Meter zum Fluss hinab. Da die Wanderung wegen meinem momentanen Handicap für uns nicht drin liegt, nutzen wir wenigstens die Gelegenheit für ein paar schöne Aufnahmen.

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Nicht gerade ansehnlich, der Lift, aber ungemein praktisch.

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Am Grund der Schlucht wähnt man sich fast wie im Regenwald.

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Zurück in Ya'an merken wir, dass die Stadt gar nicht so unsymphatisch ist. Auf dieser Brücke befindet sich ein Hotel, zahlreiche Restaurants und Souvenirläden sowie ein chinesisch-koreanisches Barbecue-Restaurant, das wir per Zufall entdeckt und natürlich besucht haben. Dem gesamten Fluss entlang reihen sich Teehäuser und Hot-Pot-Restaurants, in denen die Einwohner den lauen Abend geniessen.

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Brutzeln wie in Korea.

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Ein seltener Anblick auf unserer Reise: eine katholische Kirche.

Wenn man in Ya'an ist, kann man sich in der Nähe (rund 3 h Weg) das traditionelle Dorf Liu Jiang ansehen, wo alte Holzhäuser und Banjan-Bäume den Fluss säumen und alte Tempel, Innenhöfe und Teehäuser zum Verweilen einladen. Aber auch hier hat der Bauboom und der erbitterte Kampf um die Gunst der Touristen längst eingesetzt. Die ausgeschilderten Bauprojekte rund um den Dorfkern verheissen grosse Hotels, Shoppingcenter und einen Aquapark. Ein weiteres Mal wird uns bewusst, dass man in China unter "Heimatschutz" und "kulturellem Erbe" etwas anderes versteht als bei uns ...

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Nudeln werden zum Trocknen aufgehängt.

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Krabbeltiere zum Knabbern - wer's mag ...

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Ein geliebtes Hobby älterer Chinesen: das Halten von Singvögeln.

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Und mit diesen letzten Eindrücken kehren wir dem schwülen Tiefland von Chengdu den Rücken zu und machen uns auf den Weg in die kühleren und vor allem höheren Gefilde Sichuans. Davon mehr nächstes Mal ...

Posted by b.visser 07:31 Archived in China Tagged leshan giant_panda giant_buddha emei_shan ya'an liujiang Comments (1)

Chengdu

Hier steppt der Bär!

sunny 32 °C

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Es ist noch gar nicht so lange her seit unserem ersten Chinabesuch und schon sind wir wieder im Reich der Mitte angelangt. Unser erster Besuch an der Ostküste und der Abstecher in die Provinz Yunnan haben uns so neugierig gemacht, dass wir uns entschlossen haben, dort anzuknüpfen, wo wir das letzte Mal aufgehört haben. Die Provinz Sichuan, die wir uns für unsere Sommerferien ausgesucht haben, grenzt im Süden nämlich an Yunnan.

Nach einem langen, aber unbeschwerlichen Flug via Hongkong sind wir mit etwas Verspätung am frühen Nachmittag in Chengdu, der Provinzhauptstadt, angekommen. Hier schlägt uns gleich das feucht-heisse Klima entgegen, sodass wir den Rest des Nachmittags bei laufender Klimaanlage im Zimmer versuchen, unseren Jetlag auszukurieren, was jedoch noch einige Tage in Anspruch nehmen wird.

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Zürich Flughafen: Unsere Cathay Pacific B-777 steht zum Abflug bereit.

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Zwischenhalt in Hong Kong.

Auf Erkundungstour
Wie in jeder Stadt Chinas gibt es auch in Chengdu zahlreiche Tempel und Schreine zu entdecken, die man sich, so müssen wir (leider) feststellen, mit vielen, vielen chinesischen Touristen teilen muss. Denn jeder Chinese, der etwas von sich hält und das nötige Kleingeld besitzt (und das sind nicht wenige), macht Ferien im eigenen Land und sieht sich die Schätze seiner Heimat an. Zum Glück stösst man immer wieder auf stille Ecken und Innenhöfe, in denen man die besinnliche Atmosphäre dieser heiligen Stätten spüren kann.

Wenshu-Tempel:
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Zwei Metrostationen weiter Südlich steht man im modernen Stadtzentrum. Chengdu kann sich zwar (noch) nicht mit Shanghai messen, aber die Stadt ist im Aufwind und das merkt man. Uns ist besonders aufgefallen, wie sauber die Stadt ist - kein Papierfetzchen, kein Zigarettenstummel und keine leeren Getränkedosen weit und breit!

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Der Tianfu-Platz, das moderne Herz Chengdus.

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Kaum tritt man aus der Metro an die Oberfläche, wird man von Onkel Tse begrüsst.

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Zu Besuch bei Tao-Tao
Wer erinnert sich noch an den kleinen Tao-Tao, den Zeichentrick-Panda, der in den 80-ern im deutschen Fernsehen über den Bildschirm flimmerte? In Chengdu hat man heute die Möglichkeit, die putzigen Pandabären aus nächster Nähe zu beobachten. Die Provinz Sichuan ist - nebst wenigen anderen Regionen Südchinas - der natürliche Lebensraum dieser Tiere und hier wird deshalb versucht, die bedrohten Bestände mittels Aufzucht und Auswilderung aufzustocken (was nicht ganz einfach ist, da die drolligen Einzelgänger äusserst "paarungsfaul" sind). Die Tiere gelten zwar weiterhin als bedroht, aber die Zuchtversuche zeigen Erfolge. Verschiedene solche Aufzuchtstationen um Chengdu sind für Besucher zugänglich, wobei der wissenschaftliche Aspekt etwas in den Hintergrund rückt.

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Die weitläufige Anlage kann zu Fuss oder per Shuttlebus erkundet werden - Westler tendieren zu Ersterem, Chinesen zu Letzterem.

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Pandas fühlen sich auf 2000 m.ü.M. am wohlsten. In der drückenden Sommerhitze Chengdus neigen sie eher zur Trägheit.

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Ebenfalls anzutreffen sind die so genannten "Roten Pandas", die mit den Riesenpandas aber nicht näher verwandt sind.

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In den Innenanlagen ist etwas mehr Action angesagt, wenn auch nur minim.

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Im "Kreisssaal" wird der Nachwuchs in Brutkästen gestärkt und auf sein zukünftiges Bärenleben vorbereitet. Dies ist deshalb nötig, weil die Sterblichkeitsrate bei Neugeborenen relativ hoch ist und ein Wurf meist nur aus ein bis drei Jungen besteht.

Das Thema "Panda" wird in Chengdu erwartungsgemäss regelrecht ausgeschlachtet - kein Weg führt daran vorbei:
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Zurück in der Stadt sehen wir uns noch das Grab eines mächtigen Generals und späteren Königs der Shu-Dynastie an. Es ist das einzige derartige Mausoleum, das in China freigelegt und restauriert wurde:

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Das moderne Tor zur Anlage.

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Links die freigelegte Grabkammer, rechts der Herrscher selbst.

Gastronomische Grenzerfahrung
Nach so viel Sightseeing gönnen wir uns am Abend die Sichuan-Spezialität schlechthin: Hot-pot. "Hot" nicht nur deshalb, weil das Ganze heiss auf den Tisch kommt, sondern weil die Suppe, in der die Zutaten gegart werden, mit einer Überdosis Chili versetzt ist! Nur schon der Anblick lässt einem um seine Magenschleimhäute fürchten. Die Sichuan-Küche gilt nämlich - zurecht - als die schärfste Küche Chinas.

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Vergesst Fondue Chinoise, Mongolischer Feuertopf und wie sie alle heissen - gegen diesen Höllenkessel kommt kein Gericht an.

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Ein wenig skeptisch bin ich noch ...

Aus einer umfangreichen Speisekarte (auf Nachfragen unsererseits wird irgendwo eine handgeschriebene englische Übersetzung hervorgekramt) wählt man Fleisch und Gemüse aus, die man in der Chilisuppe zu garen gedenkt. Da wir von Schweinelunge, Rindernieren und Gänsemägen nicht besonders angetan sind, entscheiden wir uns für dünngeschnittenes, halbwegs mageres Rind- und Schaffleisch. Zusammen mit verschiedenem Grünzeug, Kürbisschnitzen und Blumenkohlröschen wird das Ganze nun gekocht und vor dem Verzehr in einen Sesam-Knoblauch-Koriander-Dip getunkt, was dem ganzen ein wenig die Schärfe nimmt. Zum Glück ist der Topf zweigeteilt: das innere Gefäss enthält eine milde Brühe, damit das Gemüse nicht auch noch scharf daherkommt. Während wir geniessen und schwitzen wie in der Sauna, ist unsere Bedienung, ein knapp 14-jähriger Bursche, stets darum bemüht, dass wir auch nichts falsch machen und es uns an nichts mangelt.

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Alles in allem eine köstliche und schweisstreibende Erfahrung. Wir freuen uns bereits auf den Tag danach ... :)

Energie tanken für die Weiterreise
Auch wenn wir einen buddhistischen Tempel nicht von einem taoistischen unterscheiden können, so lieben wir doch diese besonderen Orte, um uns kurz vor der Hektik und dem Verkehrslärm zurückziehen zu können. Je nach Tageszeit sind die Tempelanlagen stille Orte, wo man kurz zur Ruhe kommen kann. Auch am letzten Tag in der Stadt besuchen wir noch zwei Anlagen, die uns wegen ihrer Parkanlagen, Bonsaigärten, Seerosenteichen und Wandelgängen besonders gefallen.

Nanjiao-Park und Wuhou-Tempel:
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An einem Baum kann man Glückswünsche für alle Lebensbereiche - Gesundheit, Liebe, Erfolg im Beruf usw. - aufhängen in der Hoffnung, dass diese in Erfüllung gehen.

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Pingpong oder Shufflepuck?

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Ausserhalb der Tempelmauern geht es weltlicher zu und her: Essstände reihen sich an Souvenirläden.

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Wir schauen einem Kalligraphiekünstler bei der Arbeit zu.

Quinyang-Tempel:
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